Die authentische und zeitlose Welt von Ralph Lauren

Der Kampf Geht Weiter

Wie der Kampf einer Moderedakteurin gegen Brustkrebs zu einer branchenweiten Allianz und einer mehr als 25 Jahre andauernden Unterstützungsaktion führte
Im Mai letzten Jahres, an einem perfekten Frühlingsabend auf der anderen Seite des Atlantiks, versammelten sich zahlreiche prominente Persönlichkeiten und andere namhafte Gäste auf Schloss Windsor, um die Arbeit der Royal Marsden Klinik und die Ankündigung ihres Ralph Lauren Zentrums für Brustkrebsforschung zu feiern, das dank eines beträchtlichen Förderbetrags der Ralph Lauren Corporation eingerichtet wird. Es war eine Nacht voller Schönheit und Eleganz – ein wundervolles Highlight im Rahmen des fortlaufenden Engagements von Ralph Lauren im Kampf gegen den Brustkrebs, der vor 26 Jahren begann.

Mitte der 80er Jahre erhielt Ralph Laurens enge Freundin Nina Hyde, damals Moderedakteurin für The Washington Post, die Diagnose Brustkrebs. Zu dieser Zeit wurde der Krankheit wenig Aufmerksamkeit geschenkt. (Diejenigen, die an der Krankheit litten, hielten es häufig geheim, wie Susan Braun feststellte, die ehemalige Vorsitzende der Organisation Susan G. Komen im Artikel „The History of Breast Cancer Advocacy“, der 2003 von The Breast Journal veröffentlicht wurde. Doch mit Ralph Laurens Unterstützung sollte sich all dies ändern. Was mit einer Spendenaktion auf einer Cocktailparty begann, führte schließlich zur Einrichtung des Nina Hyde Centers für Brustkrebsforschung im Georgetown Lombardi Comprehensive Cancer Center der Georgetown Universität. Das 1989 gegründete Nina Hyde Center beschäftigt nun mehr als 50 Wissenschaftler und Mediziner, um die Krankheit zu erforschen. Kulturell gesehen half der mutige Kampf von Nina Hyde außerdem dabei,die gesamte Modebranche in einem bis heute andauernden Kampf gegen den Brustkrebs zu vereinen.

Nina Hyde erlag der Krankheit tragischerweise ein Jahr nach der Eröffnung des Zentrums, doch der branchenweite Kampf wurde weitergeführt. Im Jahr 1990 war der Vorsitzende von Revlon, Ronald O. Perelman, einer der Mitbegründer des Revlon/UCLA Forschungsprogramms für an Krebs erkrankte Frauen im Jonsson Comprehensive Cancer Center, das letztendlich zur Entwicklung von Herceptin, des ersten genbasierten Behandlungswirkstoffs für einen speziellen Subtyp von Brustkrebs beitrug. Zwei Jahre später, inspiriert von dem Erfolg der „Rote Schleifen“-Kampagne zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit bezüglich HIV und AIDS, schloss sich die Chefredakteurin der Zeitschrift Self, Alexandra Penney, mit Evelyn H. Lauder von Estée Lauder Inc. zusammen, um die mittlerweile zum Kult gewordene „Rosa Schleife“ zu entwickeln. Diese wurde in der zweiten Jahresausgabe der Zeitschrift zur Aufklärung über Brustkrebs zum ersten Mal vorgestellt. Später, im Jahr 1993, gründeten Evelyn H. Lauder und der hochangesehene Onkologe Dr. Larry Norten die Breast Cancer Research Foundation (BCRF). Seit ihrer Gründung half die BCRF dabei, mehr als eine halbe Milliarde Dollar für die Forschung zu sammeln und stellte allein im Jahr 2015 eine Gesamtsumme von 58,6 Millionen Dollar an Fördermitteln für 222 Wissenschaftler bereit.

 „Brustkrebs ist nicht nur Frauensache – wir alle sind davon betroffen. Pink Pony ist unser Beitrag im Kampf gegen den Krebs.“
„Brustkrebs ist nicht nur Frauensache – wir alle sind davon betroffen. Pink Pony ist unser Beitrag im Kampf gegen den Krebs.“
Im Jahr 1994 gründete Ralph Lauren Fashion Targets Breast Cancer (FTBC), um das Nina Hyde Center zu unterstützen. Während der ersten Kampagne konnten mit dem Verkauf von 400 000 Ralph Lauren FTBC-T-Shirts 2 Millionen Dollar für das Nina Hyde Center erzielt werden. Ralph Lauren vertraute den Namen und das Symbol des Programms dann dem Berufsverband US-amerikanischer Modedesigner CFDA (Council of Fashion Designers of America) an, der seitdem die Initiative anführt. Im Laufe der Jahre haben bekannte Persönlichkeiten wie Gisele Bündchen, Cindy Crawford, Kylie Minogue und Maria Sharapova FTBC ihr Gesicht geliehen.
Was mit einigen Spenden auf einer Cocktailparty begann, führte zur Einrichtung des Nina Hyde Center und zum Kampf gegen Brustkrebs in der gesamten Modebranche.
Im Jahr 2000 eröffnete Ralph Lauren mit der erfolgreichen „Pink Pony“-Kampagne eine weitere Front im Kampf gegen den Brustkrebs. Hierbei handelt es sich um eine weltweite Initiative zur Unterstützung von Krebs-Programmen und zur Versorgung von Krebspatienten in unterversorgten Gemeinden. Darüber hinaus schloss sich Ralph Lauren im Jahr 2001 mit Dr. Harold P. Freeman und dem Memorial Sloan Kettering Cancer Center zusammen, um eine zweite Brustkrebseinrichtung in den USA zu eröffnen: das Ralph Lauren Center for Cancer Care and Prevention in East Harlem, New York.

Damit erreichen wir die Gegenwart. Noch dieses Jahr, wenn das neue 290 m2 große Ralph Lauren Centre for Breast Cancer Research in der Royal Marsden Klinik in London seine Türen öffnet, wird damit das dritte von Ralph Lauren mitgegründete Krebszentrum ins Leben gerufen – und damit ein weiterer Schritt im Kampf gegen den Brustkrebs eingeleitet. Das Entscheidendste mag jedoch sein, dass es als ein weiterer Hoffnungsschimmer für Millionen von Krebspatienten dienen wird.
 Der mutige Kampf von Nina Hyde sorgte dafür, dass die gesamte Modebracnhe sich am Kampf gegen den Brustkrebs beteiligte – der bis heute fortdauert.
Der mutige Kampf von Nina Hyde sorgte dafür, dass die gesamte Modebracnhe sich am Kampf gegen den Brustkrebs beteiligte – der bis heute fortdauert.
Scott Christian ist ein in New York tätiger Schriftsteller, der bereits Beiträge für Bicycling, Gilt MANual, GQ und Motorcyclist verfasst hat. Er ist außerdem der Verfasser der Ratgeber-Kolumne „A Guy Explains” auf Glamour.com.
  • Low-res FPO © Vertis Communications
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