Der Kampf Geht Weiter
Wie der Kampf einer Moderedakteurin gegen Brustkrebs zu einer branchenweiten Allianz und einer mehr als 25 Jahre andauernden Unterstützungsaktion führteMitte der 80er Jahre erhielt Ralph Laurens enge Freundin Nina Hyde, damals Moderedakteurin für The Washington Post, die Diagnose Brustkrebs. Zu dieser Zeit wurde der Krankheit wenig Aufmerksamkeit geschenkt. (Diejenigen, die an der Krankheit litten, hielten es häufig geheim, wie Susan Braun feststellte, die ehemalige Vorsitzende der Organisation Susan G. Komen im Artikel „The History of Breast Cancer Advocacy“, der 2003 von The Breast Journal veröffentlicht wurde. Doch mit Ralph Laurens Unterstützung sollte sich all dies ändern. Was mit einer Spendenaktion auf einer Cocktailparty begann, führte schließlich zur Einrichtung des Nina Hyde Centers für Brustkrebsforschung im Georgetown Lombardi Comprehensive Cancer Center der Georgetown Universität. Das 1989 gegründete Nina Hyde Center beschäftigt nun mehr als 50 Wissenschaftler und Mediziner, um die Krankheit zu erforschen. Kulturell gesehen half der mutige Kampf von Nina Hyde außerdem dabei,die gesamte Modebranche in einem bis heute andauernden Kampf gegen den Brustkrebs zu vereinen.
Nina Hyde erlag der Krankheit tragischerweise ein Jahr nach der Eröffnung des Zentrums, doch der branchenweite Kampf wurde weitergeführt. Im Jahr 1990 war der Vorsitzende von Revlon, Ronald O. Perelman, einer der Mitbegründer des Revlon/UCLA Forschungsprogramms für an Krebs erkrankte Frauen im Jonsson Comprehensive Cancer Center, das letztendlich zur Entwicklung von Herceptin, des ersten genbasierten Behandlungswirkstoffs für einen speziellen Subtyp von Brustkrebs beitrug. Zwei Jahre später, inspiriert von dem Erfolg der „Rote Schleifen“-Kampagne zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit bezüglich HIV und AIDS, schloss sich die Chefredakteurin der Zeitschrift Self, Alexandra Penney, mit Evelyn H. Lauder von Estée Lauder Inc. zusammen, um die mittlerweile zum Kult gewordene „Rosa Schleife“ zu entwickeln. Diese wurde in der zweiten Jahresausgabe der Zeitschrift zur Aufklärung über Brustkrebs zum ersten Mal vorgestellt. Später, im Jahr 1993, gründeten Evelyn H. Lauder und der hochangesehene Onkologe Dr. Larry Norten die Breast Cancer Research Foundation (BCRF). Seit ihrer Gründung half die BCRF dabei, mehr als eine halbe Milliarde Dollar für die Forschung zu sammeln und stellte allein im Jahr 2015 eine Gesamtsumme von 58,6 Millionen Dollar an Fördermitteln für 222 Wissenschaftler bereit.
Damit erreichen wir die Gegenwart. Noch dieses Jahr, wenn das neue 290 m2 große Ralph Lauren Centre for Breast Cancer Research in der Royal Marsden Klinik in London seine Türen öffnet, wird damit das dritte von Ralph Lauren mitgegründete Krebszentrum ins Leben gerufen – und damit ein weiterer Schritt im Kampf gegen den Brustkrebs eingeleitet. Das Entscheidendste mag jedoch sein, dass es als ein weiterer Hoffnungsschimmer für Millionen von Krebspatienten dienen wird.
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