„Inspirierend Für Eine Ganze Generation“
David Lauren reflektiert über das erbe – und die zukunft – von Ralph Laurens wegweisender Pink-Pony-KampagneWie kam Ralph Lauren dazu, sich mit Krebsforschung und -behandlung auseinanderzusetzen?
Ralph Lauren engagiert sich seit mehr als 25 Jahren im Kampf gegen den Krebs. Vor Jahren hatte er eine Freundin namens Nina Hyde, eine Redakteurin bei der Washington Post die an Krebs erkrankt war. Er versprach ihr, alles in seiner Macht stehende zu tun, um den Kampf gegen Krebs voranzutreiben und ihr Leben zu retten. Als sie starb, gründete er in ihrem Namen ein Zentrum in Washington, D.C. und rüttelte die Modebranche wach, indem er Fashion Targets Breast Cancer ins Leben rief. Die bekannte Zielscheibe, die auf T-Shirts rund um die Welt zu sehen ist, wurde von Ralph Lauren entworfen und markierte den Beginn dieser Bemühungen.
Er gründete Pink Pony, um Aufmerksamkeit zu schaffen und Spendengelder zu sammeln. Mit Nina Hyde aber hatte alles begonnen, und das hat ihn mit Sicherheit sehr geprägt.
Vor einigen Jahren kam der renommierte Krebsexperte und Patientenfürsprecher Dr. Harold P. Freeman auf Ralph Lauren zu. Er lebte in Harlem und engagierte sich für die Menschen dort und in den umliegenden Gemeinden. Die beiden unterhielten sich über Missverhältnisse in den Krebsraten zulasten von Menschen, die sich keine angemessene Gesundheitsvorsorge leisten konnten. Mein Vater beschloss, aktiv zu werden, und gründete mit Dr. Freeman als Präsident und emeritiertem Vorsitzenden das Ralph Lauren Center for Cancer Care in Harlem.
Was sagt die Pink-Pony-Initiative Ihrer Meinung nach über den Mensch Ralph Lauren und die Marke Ralph Lauren aus?
Das Polo-Logo – eines der bekanntesten Logos der Welt – in Pink neu zu gestalten, auf dem Laufsteg zu präsentieren und dem Kampf gegen den Krebs zu widmen, ist eine klare Stellungnahme. Das hatte es noch nie gegeben: das Logo einer Marke einem guten Zweck – oder überhaupt einem Zweck – zu widmen. Heute gibt es viele Unternehmen, die sich der sozialen Verantwortung verschrieben haben, aber als Ralph Lauren es gemacht hat, war das eine Inspiration für eine ganze Generation von Unternehmen, sich karitativ zu engagieren.
Was unterscheidet Pink Pony von anderen Krebsinitiativen?
Es gibt viele großartige Krebsinitiativen. Pink Pony wurde gegründet, um die Ralph-Lauren-Community, die Modebranche und unsere Partner auf der ganzen Welt wachzurütteln. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir dadurch in der Lage waren, erfolgreiche Forschungs- und Behandlungszentren wie das Ralph Lauren Center for Cancer Care in Harlem und das Royal Marsden in London zu finanzieren – um zwei zu nennen, die sehr einflussreich sind.
Lassen Sie uns an einigen persönlichen Erinnerungen im Zusammenhang mit Pink Pony teilhaben?
Gemeinsam mit mehreren Tausend Ralph-Lauren-Mitarbeitern aus der ganzen Welt am jährlichen Pink Pony Walk teilzunehmen, ist eine unvergessliche Erfahrung. Ich habe viele Menschen kennengelernt, die an Krebs erkrankt waren und dank unserer Arbeit im Ralph Lauren Center for Cancer Care gesund werden konnten. Ich habe eine Frau getroffen, die an Krebs in Stadium IV litt und sich erst behandeln lassen wollte, als ihre Krankheit weit fortgeschritten war, weil sie so große Angst vor Krankenhäusern hatte. Die Ärzte nahmen sie nicht nur bei der Hand und kümmerten sich um ihre Behandlung, sie begleiteten sie auch durch den gesamten Prozess. Sie halfen ihr bei den Rechnungen und führten ihrer Familie vor Augen, was sie gerade durchleiden musste. Wir waren so glücklich, dass wir sie trotz des fortgeschrittenen Stadiums retten konnten.
Sie ist nur ein Beispiel für die vielen Geschichten – etwa die einer Migrantin, die nach Amerika kam und vom System überfordert war. Sie konnte sich keine angemessene Gesundheitsvorsorge leisten und hätte sich nicht in Behandlung begeben, hätte sie nicht von einer anderen Patientin vom Ralph Lauren Center gehört. Menschen brauchen nicht nur gute Ärzte. Sie brauchen jemanden, der sie begleitet und unterstützt.
Ich war gerade letzte Woche im Ralph Lauren Center for Cancer Care. Ein Krebszentrum zu besuchen und den Alltag einen Moment beiseite zu lassen, ist ein besonderes Gefühl. Alles, was einen vorher beschäftigt, abgelenkt und gestresst hat, ist wie weggeblasen.
Wenn man sich umschaut und einen Patienten sieht, der zu einer Chemotherapie oder einer Untersuchung beim Arzt kommt, sieht man die Dinge in einem anderen Licht. Es entschleunigt einen. Es sensibilisiert einen, macht einem klar, dass diese Krankheit jeden treffen kann. Es macht einem klar, dass man einfach einen Beitrag leisten und die Welt ein Stückchen besser machen sollte.Es gibt nichts schöneres als einen Menschen lächeln zu sehen. Es sind unvergessliche Momente, wenn ein Patient im Krebszentrum aus seiner letzten Untersuchung kommt und erfahren hat, dass er krebsfrei ist – dass er wieder ein Leben leben kann, von dem er nicht mehr zu träumen gewagt hatte. Das ist einfach unbeschreiblich. Es ist ein Segen, und ich bin glücklich, daran teilhaben zu dürfen. Ich glaube, jeder bei Ralph Lauren ist einfach stolz darauf, dass wir so viel geschafft haben. Es hört sich wie ein Klischee an, wenn man sagt: „Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt.“ Aber es ist großartig mitzuerleben, wenn jemand für gesund erklärt wird und erfährt, dass er es überstanden hat. Es fühlt sich an, als hätte man die Welt gerettet.
Warum halten Sie Pink Pony jetzt für wichtiger denn je?
Die Welt hat verstanden, dass es irgendwann tatsächlich eine Heilung geben könnte, und in vielerlei Hinsicht interessieren sich die Menschen um so mehr, weil sie das Licht am Ende des Tunnels sehen können. Doch wir tun das, weil man das Licht nicht immer sehen kann. Menschen erkranken immer noch an Krebs. Menschen leiden immer noch. Und solange es Menschen gibt, die leiden, kämpfen wir weiter. Das gehört dazu, wenn man sich für eine Gemeinschaft verantwortlich fühlt.
- FOTO VON JEREMY LIEBMAN



