Unsere ursprünglichen Verpflichtungen: Ein offener Brief

Selbstverpflichtungserklärung
(Am 10. Juni 2020 mit unseren Mitarbeitenden geteilt)
Liebes Team,
wir bei Ralph Lauren waren schon immer der Meinung, dass ein Teil unserer Bestimmung darin besteht, Träume zu wecken. Dieser Gedanke ist der Kern dessen, was wir als Unternehmen sind, und der Werte, die wir seit mehr als 50 Jahren verinnerlicht haben. Aber ohne Hoffnung kann man nicht träumen. Und rassistische Ungerechtigkeit und Ungleichheit sind die Feinde der Hoffnung.
Der sinnlose und ungerechte Tod von George Floyd, Breonna Taylor und Ahmaud Arbery – und der vielen, die ihnen vorausgegangen sind – haben den systemischen Rassismus und die rassistische Ungerechtigkeit deutlich gemacht, die in der amerikanischen Gesellschaft verankert sind. Das ist ein amerikanisches Problem. Es ist ein globales Problem. Es ist ein Modeproblem. Es ist unser Problem. Dies betrifft uns und es ist unsere Aufgabe, diese Missstände zu überwinden.
Die Proteste, mit denen die Vereinigten Staaten konfrontiert sind, haben uns auch deutlich gemacht, dass die derzeitige Realität unserer schwarzen und afroamerikanischen Kolleg*innen nicht unseren Werten und dem, wofür wir einstehen, entspricht. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, den Blick nach innen zu richten, die geleistete Arbeit zu vertiefen und echte, sinnvolle Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass sich unsere Werte tatsächlich in den individuellen Erfahrungen jedes einzelnen Menschen in unserem Unternehmen sowie in unseren Marken widerspiegeln.
Die Realität, mit der wir jetzt konfrontiert sind, hat sich nicht erst im letzten Monat manifestiert. Was sich jedoch geändert hat, ist die berechtigte Dringlichkeit der Stimmen, die fordern, dass wir uns diesen Wahrheiten endlich stellen. Diese Stimmen haben wir in unserem eigenen Unternehmen gehört, als letzte Woche mehr als 3.000 von Ihnen an unseren „Conversations of Understanding“ und den Gesprächen am runden Tisch teilgenommen haben. Der Dialog war ehrlich und oft schmerzhaft, und unabhängig davon, ob Sie mutig Ihre Erfahrungen geteilt oder aufmerksam zugehört haben, möchten wir uns bei Ihnen allen für Ihre Teilnahme bedanken. Diese Gespräche werden fortgesetzt, weil wir an die transformative Kraft des Dialogs glauben.
Aber wir wissen, dass der Dialog zwar ein dringend benötigter erster Schritt ist, aber nicht ausreicht. Wir werden uns auch kritisch mit den Strukturen und Praktiken in unserem Unternehmen befassen, wie wir unsere Stimme als führendes Unternehmen in unserer Branche einsetzen und welche Rolle wir bei der Darstellung der amerikanischen Kultur spielen.
Um diesen bedeutsamen Veränderungsprozess einzuleiten, erweitern wir unsere bestehende multikulturelle D&I-Gruppe „Mosaic“, die im vergangenen Jahr gegründet wurde, indem wir eine Beratungsgruppe gründen, die sich darauf konzentriert, die Stimmen von Schwarzen und Afroamerikaner*innen in unserem Unternehmen zu verstärken. Diese Gruppe wird bei der Umsetzung unserer zusätzlichen Initiativen mit am Tisch sein – und hat den Auftrag, unser Executive Leadership Team beim Aufbau einer Unternehmenskultur zu beraten, die unsere Werte für alle widerspiegelt.
Wir verpflichten uns außerdem zu den folgenden anfänglichen Schritten, die auf unseren bestehenden Programmen aufbauen. Obwohl alle diese Maßnahmen eine feste Verpflichtung darstellen, sind sie nur ein Ausgangspunkt für unsere weiteren Bemühungen. Unsere Beratungsgruppe sowie unsere D&I-Teams und -Communitys werden unsere Maßnahmen beratend begleiten und dazu beitragen, diese weiterzuentwickeln.
Innerhalb unseres Unternehmens verpflichten wir uns zu folgenden Maßnahmen:
Aufklären.
Wir werden Schulungen zu unbewussten Vorurteilen und Mikroaggression anbieten, die auf dem Programm aufbauen, das wir 2018 gestartet haben. Die Schulungen haben begonnen und werden von allen Führungskräften bis Ende Juli und von allen Mitarbeitenden bis Oktober abgeschlossen sein. In Zukunft ist die Teilnahme an dieser Schulung für alle neu eingestellten Mitarbeitenden obligatorisch. Sie stellt wichtige Konzepte vor – z. B. wie ein konstruktiver Dialog über Vorurteile geführt wird und wie Führungskräfte die unterschiedlichen Stimmen in ihren Teams nutzen und stärken können.
Talente unterstützen.
Wir werden weiterhin die ethnische Zusammensetzung unserer Mitarbeitenden offenlegen. Wir verpflichten uns, mehr schwarze und afroamerikanische Talente auf unseren Führungspositionen zu beschäftigen. Für jede offene Stelle auf Vizepräsident-Ebene oder höher werden wir mindestens eine(n) schwarze(n) oder afroamerikanische(n) Kandidatin/Kandidaten sowie mindestens eine(n) Kandidatin/Kandidaten aus anderen unterrepräsentierten Gruppen zum Bewerbungsgespräch einladen. Wir werden auch sicherstellen, dass schwarze oder afroamerikanische Kolleg*innen sowie andere People of Color in unseren Teams Teil unserer Karriereentwicklungs- und Mentoring-Programme sind. Unser Ziel ist es, dass unsere Führungsebene und das gesamte Unternehmen die Gesellschaft widerspiegeln, in der wir tätig sind.
Den Dialog fördern.
Wir werden weiterhin sichere Räume für den Dialog schaffen, um Barrieren abzubauen und eine Gemeinschaft innerhalb des Unternehmens entstehen zu lassen, indem wir unsere „Conversations of Understanding“ und die Gespräche am runden Tisch als feste Einrichtung etablieren.
Wir möchten eine Zukunft gestalten, in der die Welt der Mode so divers wie unsere Kundschaft ist. Nach außen hin werden wir die folgenden Maßnahmen ergreifen:
Die Stimme unserer Marke einsetzen.
Wir werden untersuchen, wie wir den amerikanischen Traum darstellen – mit den Geschichten, die wir erzählen, den Kreativen, die wir fördern, den Gesichtern, die wir präsentieren, den Familien, die wir darstellen, und den Medienpartner*innen, die wir unterstützen.
Partnerschaften eingehen.
Wir werden in Bereiche wie Rekrutierung und Mentoring bei externen Partnern, gemeinnützigen Organisationen und akademischen Einrichtungen investieren – einschließlich unserer bestehenden Partner, dem United Negro College Fund, sowie den historisch afroamerikanischen Colleges und Hochschulen.
Unser Netzwerk in die Pflicht nehmen.
Wir werden eine Reihe von Diversity-Erwartungen für alle Partner*innen und Lieferant*innen entwickeln, wie wir dies bereits im Bereich der Nachhaltigkeit getan haben.
Unsere Communitys unterstützen.
Wir werden unser Engagement hinsichtlich Spenden und ehrenamtlicher Tätigkeit ausbauen, indem unsere Teams Möglichkeiten des Engagements in den Communitys aufzeigen können, in denen sie und unsere Kund*innen arbeiten und leben.
An unsere schwarzen und afroamerikanischen Kolleg*innen und People of Color in unserem Unternehmen: wir hören Sie, wir stehen an Ihrer Seite und wir verpflichten uns, besser zu werden. Wir werden auf dem bestehenden Fundament aufbauen und unsere Arbeit aktiv ausweiten, während wir gleichzeitig an den Werten festhalten, die alle, die mit unserem Unternehmen oder unseren Marken interagieren, unterstützen sollten – Werte wie Authentizität, Würde und Respekt füreinander. Wir werden unsere Fortschritte beschleunigen, und wir werden heute und morgen aktiv bleiben, bis wir eine bessere Zukunft erreicht haben.